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VAMV Thüringen zum Wechselmodell

Aktualisiert: 22. Okt 2019

Kinder brauchen beide Eltern. Auch nach einer Trennung oder Scheidung. Ganz besonders, wenn im bisherigen Leben beide Eltern Bezugspersonen waren.

Wenn Kommunikation, Empathie und der gegenseitige Wille elterliche Verantwortung neu zu diskutieren, zu vereinbaren und zu leben fehlen, ist das Wechselmodell unbrauchbar.

Denn Familien in Trennung sind so differenziert und individuell, dass es nicht nur das eine Lösungsmodell geben kann.

Eltern brauchen (manchmal) fachliche Unterstützung, um klare und lebbare Absprachen neu miteinander zu erarbeiten. Das ist ein vielschichtiger Prozess, der allen Beteiligten viel abverlangt. Ein anordnendes, in die Familie hineindiktierendes Gericht ist hier keine Unterstützung.

Damit nicht Gerichte klären müssen, wie sich der Umgang der Sorgeberechtigten gestaltet, wäre es sinnvoll, in der Trennungsphase fachlich versierte Mediatoren einzubeziehen, um ein vor allem der Situation der Kinder gerecht werdendes Betreuungsmodell zu vereinbaren. Eine solch unterstützende Instanz in Anspruch zu nehmen, darauf kann gern ein Gericht verweisen. Doch Wo, Wann und Wie Kinder „stattzufinden“ haben kann nicht gerichtlich festgeschrieben werden.

Politik sollte Rahmenbedingungen dafür schaffen, stärken und ausbauen, damit fachspezifische Beratung unterstützend und individuell angeboten werden kann.

Viola Schirneck

Landesvorsitzende

VAMV Landesverband Thüringen e.V.

Veröffentlicht: zwd-POLITIKMAGAZIN 367 / 2019

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